A B C D E F G H I J

 

K L M N O P Q R S T

 

U V W X Y Z        

 

A

Air Flow  – Durch Kaffee, Tee, Nikotin, Apfelsaft und Rotwein entstehen auf den Zähnen hässliche Verfärbungen. Mit normaler Zahncreme lassen sie sich kaum entfernen. Perlweiß, Rembrandt und andere Zahnweiß-Pasten nutzen den Zahnschmelz ab und führen zu schmerzhaften und hässlichen Putzerosionen. Diese Zahncremes sind oft doppelt oder dreifach so abrasiv wie normale Zahncremes und enthalten Schmiergelstoffe wie Bimsstein. Der Schmelz wird regelrecht weggescheuert und Verfärbungen entstehen noch schneller!

Air Flow ist eine schonende Alternative. Alle 2-4 Monate, je nach Ihrem optischen Empfinden, werden die Verfärbungen mit einem Wasser-Salz-Gemisch mit feinem Limonengeschmack entfernt. Die Zähne sind danach glatt poliert und werden anschließend mit Elmex Fluid fluoridiert.

Die Air Flow Behandlung ist ein schneller Weg zu naturweißen Zähnen.

 

Aktivator – Ein herausnehmbares kieferorthopädisches Gerät, mit dem die Lagebeziehung der Kiefer zueinander geändert werden kann, um die Verzahnung einzustellen.

Anti-Schnarch-Schiene – Schnarchen kann für den, der nicht darunter leidet, sehr schlafraubend sein und ist auch sehr unangenehm und gesundheitsschädlich für den Schnarcher. Das Schnarchen entsteht durch den zurückfallenden Unterkiefer. Durch eine nachts getragene Schiene wird der Unterkiefer in einer günstigeren Lage gehalten.

Anatomie des Zahnes – Jeder (echte) Zahn besteht aus der Zahnkrone (Corona dentis), dem Zahnhals (Cervix dentis, seltener: Collum dentis) und der Zahnwurzel (Radix dentis) und ist aus mehreren Schichten aufgebaut. Bei einem gesunden Zahn sieht man nur den Zahnschmelz, der wie eine Glasur das innen liegende Zahnbein (Dentin) bedeckt. Das Dentin wiederum umschließt das Zahnmark (Pulpa). Die Wurzel wird bis zum Zahnhals von Zahnzement (Cementum) und Wurzelhaut umschlossen.

Anfärbetabletten – Nach der Zahnpflege kann man den Erfolg mit Anfärbetabletten prüfen.

Die Anfärbetabletten färben in 2 Farben an: Rosa – bei neuen Belägen Lila – bei alten Belägen, die länger als 2 Tage dort verblieben sind. In diesem Beispiel, hat der Patient die Unterkieferfront nur unzureichend gepflegt, wie man auch am Zahnfleisch erkennen kann.

Anfärbetabletten bekommen Sie in der Apotheke und bei uns an der Anmeldung.

Sie werden nach dem Zähneputzen gekaut und im Mund verteilt. Danach wird der Mund 2-3 mal mit Wasser gespühlt. Schützen Sie vorher die Haut und Lippen mit einem Pflegestift oder einer Creme. Jetzt kann man genau erkennen, an welchen Stellen die Pflege aktuell schlecht ist und wo sie schon länger vernachlässigt wurde.

Die Beläge können mit der Zahnbürste entfernt werden.

 

Ästhetische Aufbauten – Unter ästhetischen Aufbauten versteht man das Umformen einzelner Zähne, um das Gesamtbild harmonischer zu gestalten.

Aufbau des Zahnes 12

Verbreiterung der Zähne 12 und 13 zum Lückenschluss

Umformung der Eckzähne zu kleinen Schneidezähne

B

Bakteriendezimierung und Intensivfluoridierung – Kinder und Jugendliche haben ein erhötes Kariesrisiko. Durch Süßigkeiten, verstecktem Zucker (z.B. Tomatenketchup 30% Zucker, Senf), Limonade und Eistee steigt dieses Risiko. Meist kommt auch noch eine schlechte Mundhygiene hinzu.

Schon nach wenigen Wochen kann man auf den Zähnen weiße Flecken („white Spots“) erkennen. Diese sind Entkalkungen, die erste Stufe zur Karies.

Entkalkungen lassen sich aber noch mit einfachen Mitteln behandeln. Ein individuell angefertigter Medikamententräger (Schiene) wird mit einem Flourid gefüllt und kann so 15 Min. im Mund bleiben, ohne dass das Gel vom Speichel verdünnt wird oder verschluckt werden kann.

Besteht der Verdacht einer hohen Bakterienansammlung (Strepptokokkus mutans) kann man mit dieser Schiene und einem entsprechenden bakteriozidem Gel auch kariogene Bakterien abtöten. Den Bakterienscore bestimmt man durch einen Speicheltest und kontrolliert den Erfolg 6 Monate später.

Bänder und Brackets – Sind die auf den einzelnen Zahn befestigten Elemente der festen Klammer. Sie dienen dazu, die Kräfte der Drähte auf die Zähne zu übertragen.

Bleaching – Verfärbungen werden durch Nikotin, Tee, Kaffee, Rotwein und Apfelsaft hervorgerufen. Die oberflächlichen Verfärbungen lassen sich durch Air Flow und eine professionellen Zahnreinigung entfernen.

Aber im Laufe der Jahre ziehen diese Verfärbungen auch in den Zahnschmelz ein und lagern sich hier als Farbpigment ab. Beim bleachen werden nur diese Farbpigmente durch Oxidation aufgehellt. Das Aufhellen ist ein zahnschonender Vorgang, der den Schmelz nicht angreift.

Zu Beginn der Behandlung benötigen wir Abdrücke auf denen wir Schienen herstellen. Diese dienen als Träger für das Bleichgel.

Das erste Mal wird hier in der Praxis für ca. eine Stunde gebleicht. Danach für 5-10 Tage zu Hause.

C

Cervitec – Cervitec® ist ein 1% Chlorhexidin Lack und wird ebenfalls lokal appliziert. Chlorhexidin ist ein antibakterielles Medikament, speziell für die Reduzierung des Strepptokokkus Mutans (verantwortlich für die Entstehung von Karies). Es hat eine abtötende und hemmende Wirkung auf Bakterien.

Durch diese Applikation wird, im Gegensatz zur Verwendung von Mundspüllösungen, weder Verfärbungen noch Geschmacksirritationen ausgelöst. Die Wirkung kann bis zu 3 Monaten anhalten.

Wir empfehlen Cervitec® und Fluorprotector® (siehe F) in Kombination seit vielen Jahren und stellten fest, dass seit dem das Kariesrisiko unserer Patienten stark gesunken ist. Gerade bei Patienten, die durch ihren hohen Süßigkeitenkonsum auffallen, konnte die Kariesanfälligkeit reduziert werden.

Chlorhexidin – Ein Medikament welches die Kariesbakterien (Streptokokkus mutans) angreift. Es wird in der professionellen Zahnreinigung und in besonders gelagerten Risikofällen zur Verringerung der Keimzahl verwendet.

D

Delairemaske – Ist ein Gerät, das es ermöglicht, den zu kleinen Oberkiefer vorzuentwickeln und so eine normale Stellung zum Unterkiefer zu erreichen.

Dentin – Abb. siehe „Anatomie des Zahnes“

Dentin, auch Zahnbein, wird durch die Schmelzschicht geschützt . Es bildet die Hauptmasse des Zahnes in dessen inneren die Nervhöhle (Pulpenhöhlen) mit dem Nerv (Pulpa) liegt.

Diese zweithärteste Substanz des Körpers ist mit Ausläufern (Fortsätzen) der dentinbildenden Zellen (Odontoblasten) durchzogen. Die Zellen sitzen am Rand der Pulpenhöhle, so kann zeitlebens neues Dentin auf Kosten der Pulpenhöhle gebildet werden. Die Zellfortsätze sind dafür verantwortlich, daß Reize an die Pulpa weitergeleitet werden. Je näher der Reiz an der Pulpenhöhle liegt, desto größer der Schmerz.

E

Entkalkungen – siehe: White Spots.

Patientin aus unserer Praxis, die mit Multiband (feste Klammer) behandelt wurde. Dieses Behandlungsergebniss könnte man auch mit durchsichtigen Schienen erreichen.

Erwachsenenbehandlung – Auch nach abgeschlossenem Körperwachstum kann eine Zahnkorrektur erfolgen. Das hat nicht nur Auswirkungen auf den Erhalt der Zähne, sondern auch auf die Ästhetik.

Die Behandlung kann mit verschiedenen Hilfsmitteln erfolgen: feste Klammer mit konventionellen Brackets oder Ästhetikbrackets, verschieden herausnehmbaren Geräten, durchsichtige Schienen.

Im Falle der Lingulatechnik handelt es sich um ein System, bei welchem die Befestigung der Brackets an der Zahninnenseite erfolgt. Die Klammern sind dadurch nicht sichtbar. Diese Methode erfordert im Hinblick auf ihre optimale Wirkung komplizierte, anspruchsvolle und zeitaufwendige Maßnahmen. Die Forschung auf dem Gebiet der Lingualtechnik hat sich jedoch erheblich weiterentwickelt. Dadurch konnten die Anwendungsbedingungen nachhaltig verbessert und der Komfort für die Patienten erhöht werden. Damit ist die „unsichtbare Spange“ zu einer diskussionsfähigen therapeutischen Alternative geworden. Gern beraten wir Sie über alle Einzelheiten im Zusammenhang mit dieser Therapiel-Methode.

F

Fachzahnarzt für Kieferorthopädie/Kieferorthopäde – Fachzahnarzt für Kieferorthopädie hat nach dem 5jährigen Studium der Zahnmedizin eine zusätzliche mindestens 3-4 jährige ganztägige Fachweiterbildung zum Fachzahnarzt absolviert.

In der anschließenden Prüfung vor der zuständigen Zahnärztekammer Kieferorthopädie hat er/sie seine Kenntnisse in der Patientenbehandlung nachgewiesen.

Intensiv Flouridierung – Text siehe I

 

Fluorose – Durch zuviel Fluorid (mehr als 3-5 mg) während der Schmelzbildungsphase der bleibenden Zähne bilden sich auf den Zähnen weiße bis bräunliche Flecke. Verabreichen Sie nur eine systemische Fluoridgabe, d. h. Fluoretten oder fluoridiertes Speisesalz, Kinderzahncreme erst wenn ihr Kind richtig ausspülen kann, ab dann bis zum Durchbrechen der ersten bleibenden Backzähne mit ca. 6 Jahren. Kontrollieren sie ihr Trinkwassen und Mineralwasser auf den Fluoridgehalt.

 

Fluorprotector – Fluorprotector® ist ein fluoridhaltiger Lack, der lokal auf die Zahnoberfläche appliziert wird.

Fluoride werden über einen längeren Zeitraum an den Zahnschmelz abgegeben und bilden ein kalziumfluorid-ähnliches Präzipitat. Dieses kann sogar noch nach 3 Monaten auf der Schmelzoberfläche nachgewiesen werden.

Man geht heute davon aus, daß hauptsächlich Fluorid, welches aus der Kalzium-fluoridschicht freigesetzt wird, für die Kariesprävention verantwortlich ist.

Wir empfehlen Cervitec® (siehe C) und Fluorprotector® in Kombination seit vielen Jahren und stellten fest, das seit dem das Kariesrisiko unserer Patient stark gesunken ist. Gerade bei Patienten, die durch ihren hohen Süßigkeitenkonsum auffallen, konnte die Kariesanfälligkeit reduziert werden.

Funktionsanalyse – Bei Gelenkbeschwerden, wenn durch starkes Pressen und Knirschen die Zähne abgenutzt werden, ist eine Aufbissschiene die Möglichkeit, um die Gelenke, die Zähne und den zahntragenden Knochen zu entlasten.

Um eine Aufbiss oder Knirscherschiene anpassen zu können, muss die genaue Beziehung der Kiefer zueinander und zu den Gelenken festgestellt werden, d.h. es müssen die Gelenke mit einem Gesichtbogen vermessen werden (Abb. 1). Anschließend wird der dem Gelenk entsprechender Zubiss beider Kiefer festgelegt. (Abb. 2 + 3).

Im Anschluss können die Kiefermodelle in einen Artikulator (Simulationsgerät für die Kieferbewegung) gesetzt werden. Nun stellt ein gutes Labor die Schiene her.

G

Gaumennahterweiterung – Die Gaumennahterweiterung ermöglicht es Kieferknochen im Oberkiefer zu gewinnen. Das ist dann nötig, wenn der Oberkiefer im Verhältnis zum Unterkiefer viel zu schmal ist. Wenn dann die Frontzähne falsch herum beißen, kommt zusätzlich eine Delairmaske zur Anwendung (siehe Delairmaske).

Gesichtbogen – Siehe dazu Headgear

H

Headgear – Ein Behandlungsgerät aus der Multibandtechnik. Mit dem Headgear kann Platz geschaffen, Molaren gedreht und das Oberkieferwachstum beeinflusst werden.

Der Headgear wird dann angewandt, wenn Backenzähne nach hinten verlagert (distalisiert) bzw. in ihrer Position gehalten werden sollen. Darüber hinaus können Backenzähne rotiert oder der Zahnbogen leicht expandiert werden. Dies macht eine Abstützung außerhalb des Mundes erforderlich.

I

Intensiv Fluoridierung – Die Ansteckung mit dem Kariesbakterium Strepptokokkus mutans erfolgt in den ersten 36 Lebensmonaten. Ist Karies im Milchgebiss oder im ersten durchbrechenden Backenzahn mit etwa 6 Jahren vorhanden, kann man davon ausgehen, dass sich ein erhöhter Bakterienscore in der Mundhöhle befindet.

Besteht der Verdacht einer hohen Bakterienanzahl, empfehlen wir Corsodylgel (Chlorhexidin) in einer Trägerschiene zur Reduzierung des Strepptokokkus mutans und anschließender Intensivfluoridierung.

Diese Behandlung wird kurartig zu Hause durchgeführt und einmal im Jahr wiederholt.

Invisaligner – Stellungnahme der DGKFO zur Behandlung mit Alignern Stand Januar 2010

Neben den herausnehmbaren und festen Zahnspangen gibt es mittlerweile eine neue, dritte Methode der Zahnkorrektur – invisalign®.

Aufgrund fehlender Erfahrungen mit diesem Behandlungssystem und fehlender wissenschaftlicher Grundlagen hat die Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie im September 2001 eine vorläufige Stellungnahme zum Invisalign-System veröffentlicht, die im Januar 2004 überarbeitet wurde. Seitdem liegen weltweite weitere klinische Erfahrungen mit dieser Behandlungsmethode und eine Vielzahl wissenschaftlicher Publikationen vor. Zudem wurden andere vergleichbar wirkende Behandlungssysteme auf Alignerbasis entwickelt beziehungsweise perfektioniert.

Es ist deshalb notwendig, eine neue Stellungnahme zur Behandlung mit Alignern zu veröffentlichen, die auch vorhergehende Stellungnahmen speziell zur Invisalign-Behandlung ersetzt.

Das Bewegen von Zähnen mit Kunststoffschienen ist grundsätzlich nicht neu. Miniplastschienen, Positioner oder verwandte elastische Geräte werden seit Jahrzehnten mit Erfolg zur Stabilisierung des Behandlungsresultates und zur Durchführung geringgradiger Zahnstellungskorrekturen eingesetzt. Das Konzept basiert auf einer Idee von H.D. Kesling, der bereits 1945 eine Therapie mit elastischen Geräten vorschlug, deren Herstellung auf verschiedenen set up Modellen mit schrittweiser Annäherung an das Behandlungsziel erfolgen sollte.

Andere zwischenzeitlich perfektionierte Behandlungsmethoden auf AlignerBasis nutzen die Tiefziehtechnik zur Herstellung von Schienen mit unterschiedlichen elastischen Eigenschaften auf Labormodellen mit teilweise oder vollständig korrigierter Zahnstellung (set up Modelle).

Das am weitesten verbreitete InvisalignSystem umfasst folgende Arbeitsschritte: Die mit einem additionsvernetzten Silikon erstellten Kieferabformungen werden gescannt. Auf der Basis des Dysgnathiebefundes erfolgt nach Vorgabe des Behandlers eine computergestützte, dreidimensionale Simulation der gewünschten Zahnbewegungen. Mit Hilfe eines präzisen Stereolithographieverfahrens wird eine Serie von transparenten Kunststoffschienen (Alignern) gefertigt, mit denen die Zahnstellung in kleinen Schritten korrigiert werden kann. Im Normalfall wird eine Schiene 14 Tage lang getragen, ehe die nächste eingesetzt wird. Für einfache Zahnstellungskorrekturen werden 10 bis 20 Aligner benötigt, für umfangreiche und komplexe Zahnbewegungen (z.B. nach Zahnextraktionen) liegt die Anzahl der Schienen zwischen 20 und 50, in Einzelfällen sogar darüber hinaus. Die Schienen müssen mit Ausnahme der Mahlzeiten, nach denen eine gründliche Zahnreinigung zu erfolgen hat, ständig getragen werden.

Neu an der InvisalignMethode ist das von der Firma Align Technology GmbH patentrechtlich geschützte, computergestützte Planungsund Herstellungsverfahren der Schienen. Die Firma Invisalign Technology übernimmt damit im Wesentlichen die Aufgabe eines zahntechnischen Labors, d.h., sie garantiert lediglich eine exakte Anfertigung der Schienen auf der Grundlage der kompletten eingesandten Planungsunterlagen und der vom Kieferorthopäden durchgeführten Behandlungsplanung. Für den Behandlungserfolg ist der Kieferorthopäde verantwortlich; ihm obliegt vor allem die Kontrolle des virtuellen Behandlungszieles (ClinCheck), da dieses Basis für die gesamte Schienensequenz ist.

Aufgrund der gewachsenen klinischen Erfahrungen und veröffentlichter wissenschaftlicher Ergebnisse lassen sich der Indikationsbereich sowie die Vor- und Nachteile von Alignern-Behandlungsmethoden zum jetzigen Zeitpunkt differenzierter beschreiben.

Der Hauptindikationsbereich umfasst dentoalveoläre Korrekturen bei:

  • Moderatem frontalem Eng- und Lückenstand
  • Pro, Retrusion der Front
  • Geringer In, Extrusion (Einsatz von Attachments)
  • Stabiler neutraler Interkuspidation

 

Ohne zusätzliche Hilfsmittel sind Aligner bedingt geeignet zur Durchführung folgender Zahnbewegungen:

  • Extrusion
  • Derotation, vor allem von Eckzähnen und Prämolaren
  • Lückenschluss nach Prämolarenextraktion
  • Zahnretention

 

Wegen ungünstiger Zahnmorphologie und ihres begrenzten Kraftansatzes sind AlignerSchienen für umfangreiche vertikale, rotatorische und translatorische Zahnbewegungen Grenzen gesetzt. Hilfreich sind zusätzliche Attachments (z.B. lingual/bukkal bzw. labial platzierte Kompositaufbauten oder Knöpfe), um eine näherungsweise dreidimensionale Kontrolle der Zahnbewegung zu realisieren.

In Kombination mit anderen, z.T. festsitzenden Apparaturen können Aligner unter Nutzung unten genannter Vorteile jedoch bei nahezu allen kieferorthopädischen Anomalien zur Lösung wenigstens von Teilaufgaben komplementär eingesetzt werden, sodass keine Kontraindikationen für diese Behandlungssysteme formuliert werden können.

Abgesehen von einzelnen Einschränkungen bietet die AlignerTherapie einige nicht unwesentliche Vorteile: Die herausnehmbaren Schienen sind vielfach nahezu unsichtbar. Die häusliche Zahnpflege (Bürste, Zahnseide) ist uneingeschränkt möglich. Im Hinblick auf den Parodontalzustand sind sie festsitzenden Apparaturen daher tendenziell überlegen. Auch hinsichtlich der Phonetik und des Tragekomforts bieten AlignerSysteme Vorteile, insofern sind sie für bestimmte Berufsgruppen mit besonderen ästhetischen und funktionellen Bedürfnissen (z.B. Personen des öffentlichen Lebens, Blasmusiker) eine Bereicherung des Behandlungsinstrumentariums. Anfängliche Bedenken, das permanente Tragen der Aligner könne negative Effekte auf die Kiefergelenkfunktion haben, sind unbegründet.

Aufgrund der umfangreichen kieferorthopädischen Planungs- und Kontrollaufgaben zur Definition des virtuellen Behandlungszieles und aufgrund der zum Teil komplizierten Herstellung der Aligner sind diese Behandlungssysteme mit nicht unerheblichem Aufwand verbunden und im Allgemeinen im Rahmen der vertragszahnärztlichen Versorgung nicht zu erbringen.

Bei reibungslosem Behandlungsablauf ist zwar der Kontrollaufwand geringer, treten jedoch Komplikationen ein, kann die Therapie erschwert sein: es kann erforderlich sein, neue Schienen zu planen und anfertigen zu lassen oder die Behandlung auf festsitzende Geräte umzustellen.

Aligner-Methoden sind deshalb nur gut ausgebildeten Behandlern zu empfehlen, die in Diagnostik und Therapie das gesamte kieferorthopädische Spektrum beherrschen.

Quelle: Stellungnahme BDK zu Invisalign

J

Jusper-Jumper – Der Jusper-Jumper besteht aus zwei hochelastischen Druckfedern, die den Unterkiefer nach vorne bewegen. Damit können die gleichen Kieferkorrekturen wie mit einem funktions-kieferorthopädischen Gerät erfolgen ( einem sogen. „ Block“).

Für den Jusper-Jumper müssen beide Kiefer komplett mit einer festen Klammer versehen sein. Dadurch ist der Mund-Innenraum frei und die Sprache wird nicht behindert.

Allerdings ist diese Lösung kostenaufwendiger.

K

Kieferorthopäde/in – Fachzahnarzt für Kieferorthopädie hat nach dem 5jährigen Studium der Zahnmedizin eine zusätzliche mindestens 3-4 jährige ganztägige Fachweiterbildung zum Fachzahnarzt absolviert.

In der anschließenden Prüfung vor der zuständigen Zahnärztekammer Kieferorthopädie hat er/sie seine Kenntnisse in der Patientenbehandlung nachgewiesen.

Karies ist eine Erkrankung der Zahnhartsubstanz (Schmelz, Dentin), die durch Bakterien und Zucker (auch kurzkettige Kohlenhydrate) verursacht wird. Durch die Aufnahme von Zucker bilden die Bakterien eine Art Milchsäure, die die den Zahn langsam schädigt.

Zuerst entsteht ein winziges Loch im Schmelz. Das darunterliegende Dentin ist weicher und wird durch die Säure schneller zerstört. Hierdurch entsteht eine „Höhle“ unterhalb des Schmelzes. Bricht der Schmelz ein, entsteht ein Loch. Erst jetzt bemerkt auch der Patient, dass er Karies hat. Bis zu diesem Zeitpunkt vergehen aber zumeist mehrere Monate, in denen die Zähne täglich mehrere Male mit Säure bombadiert wurden.

Kariesprophylaxe für Kinder und Jugendliche – Zähne sind mehrmals täglich Säuren und Zucker ausgesetzt. Wird die Plaque, die aus Kariesbakterien und kleinsten Speiseresten besteht, nicht ausreichend genug weggeputzt, entsteht so Karies und Mundgeruch. 2 x täglich sollte eine gründliche Zahnreinigung erfolgen, um dies zu verhindern. Trotzdem bleibt an einigen Stellen immer wieder Plaque liegen, die alle 3 Monate professionell in der Zahnarztpraxis entfernt werden sollte.

Wir färben die Zähne um die Plaque sichtbar zu machen. Anschließend erklären wir eine optimale Putztechnik, klären gegebenenfalls über Ernährung, Zahncreme, Hilfsmittel, Fluoride usw. auf. Die Zähne werden dann gereinigt, poliert und mit einem schützenden Fluoridlack und Chlorhexidinlack versorgt.

Die professionelle Zahnreinigung ist der sicherste Weg zu weißeren Zähnen ohne Löcher.

Knirscherschiene – Viele Menschen knirschen und pressen sehr stark. Das führt zu einer verstärkten Belastung von Zähnen, Zahnhalteapparat (Knochen mit Zahnfleisch) und der Gelenke. Um diesen Mechanismus, der hauptsächlich vom Stress abhängig ist, zu unterbrechen und die Gewebe zu schonen, kann eine individuell angefertigte Knirschschiene hergestellt werden.

Klammer – Klammer ist der umgangssprachliche Ausdruck für ein herausnehmbares oder festsitzendes kieferorthopädisches Gerät.

L

Lingualretainer – Nach der aktiven kieferorthopädischen Behandlung sollte die Klammer noch einige Jahre zur Stabilisierung des Endergebnisses getragen werden.

Bei erhöhtem Risiko eines Unterkieferengstandes empfiehlt sich ein sogenannter Lingualretainer.

Dieser dünne Drahtbogen wird im Unterkiefer von Eckzahn zu Eckzahn innen mit wenig Kunststoff an jedem Zahn einzeln befestigt. Er wird etwa bis zum 25. Lebensjahr getragen und kann dann rückstandslos von Ihrem Zahnarzt oder von uns entfernt werden.

Die Behandlung dauert mit Vorbereitung, Kleben und Mundhygiene-Instruktion ca. eine Stunde.

Zur täglichen Mundhygiene benötigen Sie Superfloss von Oral B. Sie können dies im Drogeriemarkt oder bei uns käuflich erwerben. Eine regelmäßige Selbstkontrolle der Klebestellen ist sehr wichtig. Wir zeigen Ihnen, wie Sie gelöste Klebestellen entdecken können.

Lingualtechnik – Im Falle der Lingualtechnik handelt es sich um ein System, bei welchem die Befestigung der Brackets an der Zahninnenseite erfolgt. Die Klammern sind dadurch nicht sichtbar. Diese Methode erfordert im Hinblick auf ihre optimale Wirkung komplizierte, anspruchsvolle und zeitaufwendige Maßnahmen. Die Forschung auf dem Gebiet der Lingualtechnik hat sich jedoch erheblich weiterentwickelt. Dadurch konnten die Anwendungsbedingungen nachhaltig verbessert und der Komfort für die Patienten erhöht werden. Damit ist die „unsichtbare Spange“ zu einer diskussionsfähigen therapeutsichen Alternative geworden. Gern beraten wir Sie über alle Einzelheiten im Zusammenhang mit dieser Therapie-Methode.

M

Multiband – oder Brackets ist der Fachausdruck für die feste Klammer. Sie besteht aus mindestens drei einzelnen Elementen:

  • Einem Band (ein Ring um den Zahn), es findet in der Regel im hinteren Bereich des Zahnbogens Anwendung.
  • Einem Bracket (eine Plättchen, das auf den Zahn geklebt wird, es kann sowohl aus Metall oder einem zahnfarbenen Material hergestellt sein), mit dem jeder bleibende Zahn beklebt werden kann.
  • Einem Drahtbogen, der die Kraft zur Bewegung auf die Zähne überträgt. Die Drähte sind je nach Aufgabe und Behandlungsphase in unterschiedlichen Stärken, Maßen und auch Materialien zu haben.

Mundgeruch – Mundgeruch ist für die Mitmenschen besonders unangenehm. Häufig wird Mundgeruch von Bakterien verursacht, die sich in der Mundhöhle in den Zahnfleischtaschen eingenistet haben. Eine professionelle Zahnreinigung beinhaltet auch die Spülung der Taschen mit Chlorhexidine. Dies kann auf Dauer mit der richtigen häuslichen Pflege den Mundgeruch verhindern.

Minischraubenimplantat – Zusätzliche Verankerungsmöglichkeiten statt einer Delaire Maske beim einseitigen Lückenschluss. Beispiel hier: Der Zahn 15 ist nicht angelegt und der hintere Backenzahn wird nach vorne bewegt. Eine spätere prothetische Versorgung der Lücke ist hier nicht nötig.

Mundvorhofplatte – Die Mundvorhofplatte dient zur Frühbehandlung eines frontal offenen Bisses mit oder ohne Zungenproblem. Eine Mundvorhofplatte (MVP) ist eine lose, schnullerähnliche Platte, die zumeist bei Kindern eingesetzt wird. Sie soll dabei helfen, das Nuckeln am Daumen oder Schnuller abzugewöhnen. Sie werden auch eingesetzt, um die Mund- und Kiefermuskulatur zu stärken

O

Offener Biss – Wenn sich die Frontzähne nicht berühren und mit diesen Zähnen nicht abgebissen werden kann, liegt ein offener Biss vor. Das Problem beim offenen Biss ist, dass die aufgenommene Nahrung nicht ausreichend zerkleinert werden kann, was letztlich zu Magenbeschwerden führen kann.

P

Professionelle Zahnreinigung – siehe Parodontalprophylaxe für Erwachsene oder Kariesprophylaxe für Kids.

Parodontitis – Unter einer Parodontitis versteht man die entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates.

Die Ursachen fassen sich in drei Komplexe zusammen:

  1. Lokale Ursache: Plaque, die am Zahnfleischrand verbleibt, führt zu entzündlichen Prozessen in den Zahnfleischtaschen.
  2. Funktionelle Ursache: Knochenabbau bedingt durch Pressen, Knirschen oder Fehlstellung der Kiefer zueinander und der Zähne.
  3. Innere Ursache: der Einfluss der Körperabwehr auf die lokale und funktionelle Ursache.

Ab dem 35. Lebensjahr gehen durch eine Parodontitis durchschnittlich mehr Zähne verloren als durch Karies. Im Gegensatz zur Karies kann eine Parodontitis über einen längeren Zeitraum ohne auffällige Symptome fortschreiten, sodass viele Patienten ihren Zahnarzt erst im fortgeschrittenen Stadium aufsuchen.

Parodontalprophylaxe für Erwachsene – Plaque (Zahnbelag) am Zahnfleischrand verursacht nicht nur Karies, es führt vorallem bei Erwachsenen fast immer zu einer Paradontitis (Zahnbetterkrankung) unter Umständen mit Mundgeruch. Plaque verliert im Alter seine Kariesaggressivität und bedroht somit nur bei sehr schlechter Mundhygiene und hohem Zuckerkonsum die Zähne.

Nach 24-48 Stunden verhärtet sich die Plaque zu Zahnstein und lässt sich mit der Zahnbürste nicht mehr entfernen. Wird er je nach Bedarf nicht alle 2-4 Monate professionell in der Zahnarztpraxis entfernt, kann er in die Zahnfleischtasche „wachsen“ und dort das Zahnfleisch entzünden. Wird dies nicht behandelt, führt es unweigerlich zum Knochenabbau.

Die professionelle Zahnreinigung beinhaltet einen Paradontalstatus, eine gründliche Zahnsteinentfernung mit Reinigung der entzündeten Taschen, Politur und Fluoridierung.

Die Paradontalprophylaxe ist der sicherste Weg zum langfristigen Zahnerhalt und angenehmen Atem.

Positioner – Mit dem aus elastischem Kunststoff hergestellten Gerät, kann man nach erfolgter Multiband-Behandlung noch Feinkorrekturen erzielen. Die tägliche Tragezeit beträgt 2 Stunden am Tage und die ganze Nacht.

In der ersten Sitzung werden Abdrücke genommen und die Kieferstellung zueinander wird vermessen. Die Auswertung wird auf Gipsmodelle übertragen. Anschließend verändern wir die Zähne so, wie es im Mund später einmal aussehen soll. Auf diesen veränderten Modellen wird der Positioner hergestellt.

Bei einer schwierigen Ausgangsstellung kann man den Positioner auch in Kombination mit einer festen Klammer oder einem Gesichtsbogen tragen.

Diese schnellere und effektivere Behandlungsmethode wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die anfallenden Kosten richten sich individuell nach Schwierigkeitsgrad und Zeitaufwand.

Wenn Interesse von Ihrer Seite besteht, erstellen wir gerne einen Kostenvoranschlag.

Zusammenfassend kann man sagen, das es sich um eine effektivere und für den Patienten angenehmer zu tragende Behandlungsapparatur handelt.

Q

Quadhelix – Die Quadhelix wird im Oberkiefer innen an den Zähnen angebracht. Sie dient dem Dehnen eines zu schmalen Kiefers.

R

Retainer – Eine Beschreibung hierzu finden Sie unter dem Begriff Lingualretainer .

S

Schlafbezogene Atmungsstörung, nicht erholsamer Schlaf – Schnarchen – intraorale Schnarchschienen

Schnarchen ist nicht nur ein störendes Geräusch, sonders es führt durch die Atemaussetzter (Schlafapnoe) zu Sauerstoffmangel im Gehirn, hohem Blutdruck und Herz- Kreislauferkrankungen. Der Schnarcher schläft unruhig und fühlt sich morgens häufig wie erschlagen. Sekundenschlaf ist eine der gefährlichen Folgen.

Eine wie eine Klammer nachts zu tragende Schnarchschiene kann helfen. Durch die Schiene wird verhindert, dass Unterkiefer und Zunge nach hinten sinken und dadurch die Atemwege einengen.

Das Gerät erlaubt dem Unterkiefer ausreichend Bewegungsspielraum.

Vor dem Anfertigen der Schnarchschiene ist ein Screening der schlafbezogenen Atmungsstörung nötig, um zu klären, ob andere Ärzte zur Behandlung hinzugezogen werden müssen.

Sportschutz – Bei einigen Sportarten (Hockey und Kampfsportarten etc.) sind die Zähne sehr gefährdet. Es empfiehlt sich einen individuell angepassten Sportschutz zu tragen. Besonders während kieferorthopädischen Behandlung konkurriert ein dauerelastischer Sportschutz mit einer durch die Klammer vorgegebenen Bewegungsrichtung.

T

Twinblock – Der Twinblock ist ein zweigeteiltes herausnehmbares Gerät zur Korrektur der Rücklage des Unterkiefers.

U

Unsichtbare Klammer – Während der Behandlung mit Invisalign® trägt der Patient Tag und Nacht durchsichtige Schienen (Aligner), die zum Essen, Trinken und für die tägliche Mundhygiene herausgenommen werden.

Die Behandlung wird bis zum Erreichen des Behandlungsziels mit einem 3D-Computer-Grafikprogramm visualisiert und in einzelne Behandlungsschritte unterteilt. Für je 0,2 mm Zahnbewegung wird ein spezieller Aligner hergestellt. Der Wechsel der Aligner geschieht im 14-tägigen Rhythmus.

Im Falle der Lingulatechnik handelt es sich um ein System, bei welchem die Befestigung der Brackets an der Zahninnenseite erfolgt. Die Klammern sind dadurch nicht sichtbar. Diese Methode erfordert im Hinblick auf ihre optimale Wirkung komplizierte, anspruchsvolle und zeitaufwendige Maßnahmen. Die Forschung auf dem Gebiet der Lingualtechnik hat sich jedoch erheblich weiterentwickelt. Dadurch konnten die Anwendungsbedingungen nachhaltig verbessert und der Komfort für die Patienten erhöht werden. Damit ist die „unsichtbare Spange“ zu einer diskussionsfähigen therapeutischen Alternative geworden. Gern beraten wir Sie über alle Einzelheiten im Zusammenhang mit dieser Therapie-Methode.

V

Versiegelung der Glattflächen – Hierbei wird vor dem Kleben der Brackets die Zahnoberflächen versiegelt, um zu verhindern, dass an den schwer zu reinigenden Bracketrändern Karies entsteht.

W

White Spots – Eine Entkalkung des Schmelzes ist an einem weißen Fleck an der Schmelzoberfläche erkennbar. Dies ist das 1. Stadium einer Karies.

Ausgelöst wird diese Entkalkung durch zuviel „Zucker“ und einer nicht ausreichenden Mundhygiene. Aus einem white spot muß aber nicht zwangsläufig ein Loch werden. In diesem Stadium kann mit Fluoridlacken und Chlohexidinlacken (s. Cervitec und Fluorprotector) ein Fortschreiten der Karies verhindert werden.

Aber nicht jeder weiße Fleck auf dem Zahn ist ein white spot. Eine Fluorose (s. F) ist auch erkennbar durch einen weißen Fleck oder durch eine weiße Marmorierung des Schmelzes. Den Unterschied erkennt der Zahnarzt oder die Mundhygienikerin sofort.

Wilson & Wilson – ist eine festsitzende Behandlungsapparatur. Der Spezialbogen im Oberkiefer ist mit Brackets an der Front befestigt. Zusätzlich wird im Unterkiefer innen ein Lingualbogen verankert, um den Kiefer zu stabilisieren.

Für Patienten, die „zu spät“ zur kieferorthopädischen Erstberatung kommen, gibt es dennoch sehr viele Möglichkeiten, durch dentale Kompensation, die Zähne harmonisch einzustellen. Hierbei helfen insbesondere anspruchsvolle Distalisationstechniken  (Zähne nach hinten bewegen), um die korrekte Verzahnung einzustellen und um das Extrahieren von bleibenden Zähnen zu vermeiden.

Die Wilson-Technik eignet sich ganz besonders bei Deckbissen, auch für die Behandlung  Erwachsener.

Die Wilson-Apparatur entschlüsselt einen durch die steilstehende Oberkieferfront zurückgehaltenen Rückbiss besonders effektiv und schnell.

X

Xylit – ein Zuckeraustauschstoff. Er findet sich vorallem in industriell hergestellten Süßwaren. Er ist eine zahnfreundliche und kalorienarme Alternative zu normal gesüßten Lebensmitteln. Erkennen können Sie diese Lebensmittel an dem Zahnmännchen. Achtung: zuviel Zuckeraustauschstoffe haben eine abführende Wirkung.

Xerostomie – Mundtrockenheit: Wenn die Spucke wegbleibt.

Wenn jüngeren Menschen bei Prüfungen oder einer Rede „das Wort im Munde stecken bleibt“, weil der Mund z.B. vor Aufregung völlig ausgetrocknet ist, können Stress oder auch Nikotin schuld daran sein.

Bei älteren Menschen sind es häufig auch unerwünschte Nebenwirkungen bestimmter Medikamente, die eine ausreichende Speichelsekretion hemmen.

Dazu gehören z.B.

  • Krampflösende Mittel
  • Medikamente gegen Depressionen
  • Antihistaminika bei Allergien
  • Beruhigungsmittel
  • Blutdrucksenkende Medikamente
  • Harntreibende Arzneien
  • Appetitzügler usw.

a

Zu wenig Speichel fördert Karies, Zahnfleischentzündungen und Parodontitis, da die Bakteriensäuren nicht neutralisiert werden.

Bei häufiger Mundtrockenheit sollten Sie grundsätzlich Ihren Arzt oder Zahnarzt um Rat fragen. Auch Zahnpasten mit Natriumbikarbonat (backpulverähnlich), wie z.B. Mentadent, haben eine positive Wirkung auf den Speichelfluss.

Konsequenz: Wenn Ihnen die Spucke mal wieder wegbleibt, regen Sie Ihren Speichelfluss durch ein Kaugummi an oder durch Vollkornbrot bzw. andere Speisen, die intensives Kauen erfordern.

Z

Zahnschmuck – Ein auf den Zahn aufgeklebter Strass-Stein, der eine körperschonenende Alternative zu einem Piercing sein kann. Der Stein wird wie ein Bracket auf den Zahn geklebt und auch so entfernt. Er ist für den Zahn nicht schädlich, aber bei mangelhafter Mundhygiene kann es am Rand des Steins zu Entkaltungen kommen.

Zahnreinigung, professionelle – siehe Parodontalprophylaxe für Erwachsene oder Kariesprophylaxe für Kids.